007 Moonraker – Die Lizenz zum langweilen

Moin Welt!

Meine zweite Filmkritik widme ich einer der erfolgreichsten Filmreihen der Welt. Es geht um den 11. James Bond – “Moonraker”.

Inhalt

Es geht um ein Space Shuttle (Raumpendler in der Übersetzung) welches, bei einer Überführung auf einer Boeing 747, geklaut wird. James Bond wird in die USA geschickt um den Verbleib des Space Shuttles zu ermitteln, da nur die Trümmer der 747 gefunden werden.
Bevor er jedoch gerufen werden kann sieht man ihn in einem kleineren Flugzeug mit einer Frau (was auch sonst *g*) es kommt zu einem überraschendem Übergriff und James fliegt mit zwei anderen Männern aus dem Flugzeug. Dann gibt es einen Luftkampf um die Fallschirme, James gewinnt natürlich (sonst wäre der Film hier ja schon zu Ende :-p)

Nachdem er über England dann nach Kalifornien gelangt ist wird er von einer recht freizügigen Dame über den Komplex der Firma geflogen, welche die Space Shuttles baut.

James Bond mit der Schönheit die ihm den Komplex von Drax zeigt

Dessen Eigentümer Hugo Drax ist dann auch der Hauptschurke im Film. Er plant die Menschheit mit einem Gift komplett auszulöschen, die Space Shuttles werden gebraucht um die ,von ihm ausgewählten Menschen, die die Erde wieder bevölkern sollen, zu einer Raumstation zu bringen. Das Gift ist praktischerweise nur für Menschen tödlich, so dass man danach eine “saubere” Erde vorfinden würde auf der sowohl Tiere als auch Pflanzen überlebt hätten.

James tut sich mit einer CIA Agentin zusammen, gerät einige Male in Lebensgefahr, kann sich mehr oder weniger leicht daraus befreien wobei wieder ein kleines Spielzeug von Q extrem praktisch ist; eine über die Nerven des Handmuskel auslösende, Mini Kanone am Handgelenk, die wahlweise mit Blausäure oder einer panzerbrechenden  Sprengladung munitoniert wird.

Schließlich geht es mit den Space Shuttles in den Weltraum, James und die CIA Agentin können die Kontrolle über ein Space Shuttle übernehmen welches dann mit Autopilot (wie praktisch), unbemerkt von NASA und Co, zur Raumstation fliegt.

Die Raumstation wurde bislang nicht entdeckt weil sie ein “Radarstörsystem” besitzt (zum Glück wurde der Weltraum in den 70ern noch nicht mit Teleskopen betrachtet)

Insgesamt docken 6 Space Shuttles an der Station an, die im einem Moment noch dunkel und ohne Luftversorgung da liegt, völlig unbewohnt. Nachdem jedoch ein Techniker auf der Station war, funktioniert alles innnerhalb von Sekunden, einfach Schalter umlegen und schon sind Atemluft, Strom und Gravitation da. Drax lässt das Gift in Satelliten in die Erdumlaufbahn schicken.

Schließlich zerstören James und die CIA Trulla das Radarstörsystem und fast augenblicklich entdeckt die NASA die Raumstation. Mit einem einzigen Anruf sind sämtliche Zweifel ausgeräumt dass die Russen oder die Amis dahinter stecken und deshalb wird ein bewaffneter Trupp mit einem weiterem Space Shuttle ausgesandt um mal zu gucken was da los ist.

Ankunft der NASA Leute und Lasergefecht

Wenig später sind sie dann auch schon da und ein heißes Laserfeuergefecht entbrennt, da Drax seine Mannen ebenfalls raus schickt um die Eindringlinge fern zu halten. Schließlich gelingt es aber doch die Station zu erstürmen, Drax wird von James in den Orbit befördert, die Raumstation wird bei Gefechten stark beschädigt und schließlich zerstört.

Während alle Amis in das mit gebrachte Space Shuttle flüchten und die Menschen mitnehmen die für den Neustart der Erde geplant waren, kann James sich mit seiner mittlerweile sehr lieb gewonnen CIA Kollegin in ein weiteres Space Shuttle retten.

Die beiden zerstören dann die insgesamt 3 Giftsatelliten die schon ausgesandt wurden, mit der Laserkanone des Space Shuttles. Die letzte Szene zeigt wie James gerade das macht was er scheinbar eh am besten kann – flach legen. Das ganze wird feierlich bei der NASA auf Großbildschirm präsentiert.

James beim Knattern auf der Großbildleinwand

Analyse

Wenn ich alle Fehler, Ungereimtheiten und Unschlüssigkeiten der Story aufzählen würde, würde das eindeutig das Volumen meines Webspaces sprengen. Jeder der sich über die heutigen James Bond Filme beschwert sollte sich mal diesen hier zu Gemüt führen, einen derartig schlampig gedrehten und gespielten Film sieht man nicht alle Tage!

Um nur mal ein paar grobe Schnitzer zu nennen sei hier die Tatsache, dass der Start von 6 Space Shuttles mitten in der USA komplett unbemerkt bleibt, jedoch die Raumstation bereits nach wenigen Sekunden Sichtbarkeit entdeckt wird.

Wie man eine Raumstation unbemerkt von allen Nationen im Weltraum errichtet ist mir ebenso schleierhaft wie die Funktionen dieser. Es erscheint wenig plausibel dass man die Raumstation wie ein Haus betritt und ähnlich dem Lichtschalter irdische Verhältnisse schafft.

Die schauspielerische Leistung einiger Nebendarsteller würde jedem Amateur Theaterspieler die Schamesröte ins Gesicht treiben wobei die Häufung wohl eher auf ein mieses Drehbuch bzw. eine schlechte Regie hindeuten.

Fazit

Bislang der schlechteste Bond den ich gesehen habe, unglaubwürdig, langweilige Story, platte Dialoge und wenig Bondtypische Action, dazu eine Priese Science Fiction die das ganze gerade zu lächerlich macht.

Absolut nicht empfehlenswert!

lg

Basti aka Battscho

PS zum Schluss ein kleines Filmzitat:

“Aaalso, lasst uns doch kurz einmal vorstellen, mein Name ist Dimitri Strupakis, ich bin 30 Jahre alt, von Zeichenstern Fraujung und in meiner Zeitfrei bastle ich so Häuschenvogel mit meinem Schwanzfuchs. Habt ihr auch Hobbies?” – Schuh des Manitu

2 Responses to “007 Moonraker – Die Lizenz zum langweilen”

  1. Moin,

    also ja der Film scheint ja echt schlecht zu sein und wenn ich das so lese hab ich auch gar keine Lust den zu gucken ;-)
    Es gibt genau wie du sagst Logiklücken die man nicht auflösen kann ganz schlecht für einen solchen Film bei einer Komödie gut und schön aber bei James Bond ne!
    Die NASA ist wohl ein Haufen Spanner der übelsten Sorte oder was?! xD
    Das Zitat ist großartig wie der ganze Film :)

    lg

  2. Thank you for the intelligent critique. Me and my neighbour were just preparing to do some research about this. I am very grateful to see such great information being shared freely out there.

Leave a Reply